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Schnellzug im Schnecken-Tempo: Nilgiri Mountain Railway in Indien fährt wieder
Nach 9-monatiger Zwangspause hat eine der ältesten und schönsten Bergbahnen in Indien wieder den Betrieb aufgenommen. Schwere Regenfällen hatten im Oktober 2009 zu Erdrutschen geführt, die die Strecke zwischen Ooty und Mettupalayam unpassierbar machten. Am 2. Mai 2010 zuckelte die zum Teil zahnradgetriebene Bahn zu ersten Mal wieder durch gewagte Steilkehren, vorbei an Wasserfällen und über tiefe Schluchten. Der “Express” im Schneckentempo braucht für 35 Kilometer sage und schreibe zwischen drei- und viereinhalb Stunden (abwärts). Die Nilgiri Mountain Railway ist eine der ältesten Bergbahnen in Indien. Sie wurde schon seit 1845 geplant, und 1899 von den Engländern nach Plänen des Schweizers Niklaus Riggenbach fertig gestellt. Ursprünglich wurde sie von der Madras Railway Company verwaltet.
Die Bahn ist heute eine von nur noch wenigen mit Dampflokomotiven betriebenen Eisenbahnen. Sie fährt jährlich einen Verlust von 40 Millionen Rupien ein. Während der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Jubiläum der Nilgiri Mountain Railway 1999 kündigte der damalige Eisenbahnminister, Nitish Kumar, an, dass die Strecke bald elektrifiziert würde. Im Juli 2005 nahm die UNESCO den Zug auf die Liste des Weltkulturerbes auf, nachdem sie die Voraussetzungen erfüllte. Deshalb wurden die Modernisierungspläne aufgegeben.
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